Kapitel 5: Verdunstung

Verdunstung ist ein Vorgang, bei dem Wasser bei Temperaturen unter dem Siedepunkt vom flüssigen oder festen Zustand in den gasförmigen (Wasserdampf) übergeht. Der umgekehrte Prozess der Verflüssigung des Wasserdampfes heißt Kondensation, der Übergang von Wasserdampf in die Eisphase heißt Sublimation. Der physikalische Vorgang der Verdunstung verbindet die Umwandlung von Energie aus Strahlung oder Wärme mit einer Aggregatzustandsänderung von Wasser aus flüssiger oder fester Form in die Gasform. Bezogen auf einen beliebigen Teil der Erdoberfläche ist somit die Verdunstung ein Glied sowohl der Energie- als auch der Wasserbilanz. Als wesentliche Komponente des Wasserhaushalts hat die Verdunstung einen hohen Einfluss auf die regionale Wasserverfügbarkeit.

Die Verdunstung ist nur sehr aufwändig direkt messbar. Zur Ermittlung der Verdunstung von Wasser- und Landoberflächen sind zahlreiche empirische und physikalisch begründete Ansätze und Modelle entwickelt worden. Eine Zusammenstellung findet man unter DVWK (1996).