5.6 Regionale Verteilung der Verdunstung

Humidität und Aridität werden durch das Verhältnis von Verdunstung E zu Niederschlag P festgelegt (vgl. Bowen-Zahl):

Als Klimatische Wasserbilanz bezeichnet man die Differenz zwischen Niederschlagshöhe und Höhe der potentiellen Evapotranspiration eines Ortes in einer bestimmten Zeitspanne. Metereologische/klimatische und hydrologische Größen werden kombiniert.

Niederschlag und Verdunstung über dem Meer haben einen erheblichen Anteil am globalen Wasserumsatz (s. Kapitel 2.2). Bei der Auftragung der Verdunstung über dem Meer abhängig von der geographischen Breite sind gut die Klimazonen zu erkennen (s. Vorlesung Klimatologie). In den subtropischen Bereichen ist die Verdunstung besonders hoch (Advektion relativ trockener Luft über warmem Wasser), das Maximum liegt im Bereich der Passatregionen, wo auch die höchste Einstrahlung stattfindet. In Äquatornähe ist die Verdunstung geringer (hohe Luftfeuchtigkeit, schwache Winde). In den hohen Breiten kann die Luft infolge der geringen Temperaturen nur wenig Wasserdampf aufnehmen.

Abb. 5.7: Zonale Verteilung von Verdunstung (E), Niederschlag (P), E-P und Salzgehalt (S) im Meer (nach Marcinek & Rosenkranz 1996, verändert)