8.1 Schnee und Eis - Begriffe

Schnee ist fallender und gefallener Niederschlag hexagonaler mono-, seltener polykristalliner atmosphärischer Eisaggregate, die hauptsächlich durch Sublimation entstanden sind, einschließlich der Metamorphoseprodukte.

Eine Schneedecke ist auf festem Grund schichtweise akkumulierter Schnee von mindestens 1cm Mächtigkeit (entsprechend einer Niederschlagshöhe hN=1mm) auf wenigstens 50% des betreffenden Areals (eingeschlossen flüssiges Wasser in Schneedecken, Reif, Graupel, Verschmutzungen).

Der Schneebedeckungsgrad gibt den schneebedeckten Anteil einer Bezugsfläche an.

Schneedecken werden weiter eingeteilt

Weitere Begriffe, s. auch DIN 1996:

Schneedeckentag:
1 Tag mit geschlossener oder durchbrochener Schneedecke
Schneedeckenperiode:
Mehrere ununterbrochen aufeinanderfolgende Schneedeckentage
Schneedeckendauer:
Anzahl der Tage einer temporären Schneedecke von Beginn bis Ende
Schneedeckenzeit:
Zeitspanne vom ersten bis letzten Schneedeckentag der kalten Jahreszeit (einschließlich schneedeckenfreier Tage)
Akkumulationsperiode:
Zeitraum des Schneedeckenaufbaus. Im eigentlichen Sinne Zeitspanne zwischen einem Minimum und dem darauffolgenden Maximum der in einer Schneedecke gebundenen Wasserrücklage innerhalb einer Schneedeckenperiode. Arten der Akkumulation:
  • Cs (=solid, z.B. Hagel)
  • Ce (=Sublimationsprodukt, z.B. Schnee)
  • Cl (=liquid)
Ablationsperiode:
Zeitraum des Schneedeckenabbaus, i.e.S. Zeitspanne zwischen einem Maximum und dem anschließenden Minimum. Arten der Ablation:
  • Am (=melt: Schmelzen)
  • Ae (=Sublimation: Verdunstung)
Schneegrenze:
Linie, die Gebiete mit und ohne Schneedecke trennt.
Schneemetamorphose:
Vorgang der Umwandlung zusammenhängender Eiskristalle im Schnee.
Wärmeinhalt der Schneedecke (Ws in J/m2):
Wärmemenge, die erforderlich ist, um die Temperatur einer Schneedecke auf 0°C anzuheben, ohne den Schnee zu schmelzen.
Retentionskapazität der Schneedecke [mm]:
Volumen des Wassers mit einer Temperatur von 0°C, das maximal von der Schneedecke zu einem bestimmten Zeitpunkt aufgenommen und zurückgehalten werden kann.
Akkumulation der Schneedecke (Schneedeckenaufbau):
Vorgang, bei dem das Wasseräquivalent der Schneedecke durch Niederschlag zunimmt. (Ablation/Schneedeckenabbau durch Verdunstung).
Akkumulationshöhe der Schneedecke [mm]:
Akkumulation der Schneedecke an einem bestimmten Ort, ausgedrückt als Wassersäule über einer horizontalen Fläche in einer Betrachtungszeitspanne (Ablationshöhe in mm: Wasserabgabe durch Verdunstung) (Wichtig für Bilanzierung/Wasserwirtschaft)

Die Schneegrenze (-linie) liegt dort, wo die Summe aus positiver Schneeakkumulation und negativer Schneeablation Null ist.

Die Verbreitung perennierender Schneedecken wird etwa durch die Lage der klimatischen Schneegrenze beschrieben.

Gletscher: Massen körnigen Firns und Gletschereises, die sich der Schwerkraft folgend vom Nähr- zum Zehrgebiet bewegen.

Eisschelf: auf das Meer überragende Gletscher

Gletscherbewegung z.B. 100-200m/a im Himalaya

Gletscher sind Oberflächenspeicher.

Gefrieren von Salzwasser -> Süßwasser