8.2 Verbreitung von Schneedecken und Gletschern

Gegen Ende des Nordwinters liegt die maximale Schneebedeckung der Erde. Rund ein Drittel der Festlandfläche, ca. 57 · 106 km2, sind dann mit Schnee bedeckt. Die minimale Ausdehnung der Schneebedeckung liegt bei 16 · 106 km2 gegen Ende des Südwinters. Die Schneedeckendauer nimmt mit Geographischer Breite, Kontinentalität und Meereshöhe zu.

In Polareis, Eisschelfen, Meereis und Gletschern sind 26,6 · 106 km3 Wasser gespeichert, das sind 2% der Weltwasserreserven und 77% des Süßwassers.

In Polargebieten ist die Vergletscherung trotz wenig "Nahrung" am häufigsten. In tropischen und subtropischen Hochgebirgen befinden sich große Vergletscherungsgebiete. Die alpine Vergletscherung ist global unbedeutend. Die Grenze der Vergletscherung kann sich bei vorhandener Landfläche verschieben.

Tabelle 8.1: Vergletscherte Fläche der Erde (Festland):
Vergletscherte Fläche 16,2*106km² 11% der Festlandfläche
Antarktische Eisfläche 12,5*106km² 77% der Eisfläche
Grönland 1,8*106km² 11% der Eisfläche
Asien 115*103km² 1,5% der Eisfläche
Nordamerika 102*103km²
Südamerika 26,5*103km²
Europa 9*103km²
Neuseeland, Neuguinea 1*103km²
Afrika 0,1*103km²
Skandinavien 3800km² Europa 8825km²
= 3,5% der außerarktischen Gletscher
Alpen 3200km²
Pyrenäen 15km²