8.4 Schneehydrologische Aufnahmetechniken

Empfehlungen zu Methoden und Techniken von Messungen an der Schneedecke geben z.B. UNESCO/IAHS/WMO (1970) und IASH/IGS (1990). Zur Erfassung der räumlich-zeitlichen Variationen des Schneedeckenspeichers werden im Gelände zu bestimmende Parameter benötigt.

Eine Schneeprofilaufnahme umfaßt danach:

Zur Beurteilung der hydrologischen Eigenschaften des Schneedeckenspeichers müssen zusätzliche Schneeprofile (Stratifikation) an geeigneten Beobachtungsflächen aufgenommen werden. Diese bestehen aus:

Hydrologisch relevante Informationen über das Wettergeschehen sollten als Interpretationshilfe für Schneedeckenuntersuchungen von möglichst im Gebiet gelegenen meteorologischen Stationen bezogen werden. Als zweckdienlich hat sich die Messung von Niederschlagshöhe, Lufttemperatur, relative Luftfeuchte, Luftdruck, Windgeschwindigkeit und Strahlung erwiesen (Rau 1992).

Abb. 8.3, 8.4, 8.5: Schneeprofile auf der Schönwies-Alm (2300 m ü.NN) bei Obergurgl/Ötztaler Alpen (nach Rau & Herrmann 1982) mit Deuterium-Gehalten der Schneeschichten (∆²H); Symbole und Signaturen nach UNESCO/IASH/WMO (1970).